17 | Various Artists – Splitpak EP

A1  Shu Okuyama – Vielleicht Ja, Veilleicht Nein
A2  dOP – Who Is The Link (KiNK Remix)
B1  Krause Duo – Box
B2  dB – Rich Kids On Cheap Drugs

written & produced by (A1) Shu Okuyama; (A2) C.Zemtsov, D.Vandesande, J.Illel, Remixed by Kink; (B1) Krause Duo, Piano by Lars Mäurer; (B2) Daniel Bemberger




Wenn ein Label innerhalb 16 Katalognummern allein 5 Veröffentlichungen mit einem Various Artists Siegel versieht, liegt ein gewisser Focus entweder auf Compilation-Releases oder auf feinsäuberlicher Kennerpolitik und Liebe zum Detail. Genau dies ist bei Milnormodern der Fall, dh. delikate Soundforschung und ausgeklügelte Bedeutsamkeit sind relevant hinsichtlich lustvoller Klanggestaltung für ausgedehnt belebende Nächte in einer hoffnungsvollen Zukunft. Von Dessau nach Jena übergesiedelt, macht Labelfürst Treplec ein „Splitpak“ auf und lässt den Zyklus „Mod.Cooperate“ erst einmal bei fünf stehen. Auf dieser 12″ heißt es: elektrisch sexy Denken als Passion in vier verschiedenen Akten mit der Libido zum elegant-digitalen Feinmotoriker-House

Shu Okuyama – Vielleicht Ja, Vielleicht Nein Die Unschuld bereits mit seiner Waldspaziergang EP (Milnormodern 09) verloren, bastelte Shu Okuyama hier ein wundervoll federndes deep-freaky-jazzbeaty Kopfgeldjäger-Techno Meisterstück. Hier wird nicht aus den Angeln gehoben, sondern von der Sonne geküsst die Welt des unbeschwert- federleichten Tanzens zur Maxime erklärt.

dOP – Who’s The Link (Kink RMX) Die französischen Funkbrothers DOP werden hier ordentlich durch die Mangel gedopt (tsss, räusper)! Ein detail-verliebter Brecher für die lauten Stunden zu zweit oder zu hundert… Mittendrin und schlau dabei, rumpelt es ordentlich in der Zappelbude- Ein Herz und eine Krone für die Nacht!

Krause Duo – Box Das wohl „aufgeräumteste“ Stück Lautmalerei im bisherigen Galopp vom Krause Duo, wird hier in Vinyl geschmückt. Funky wie Himmel, erzeugt ein unwiderstehliches Melodiefragment ab etwa der Hälfte für ein treibendes Glücksmoment. Absolute Überlebensmusik und das Beste was einer Tanzfläche passieren kann.

dB – Rich Kids On Cheap Drugs Eine Große Nachtmusik – ein alter Bekannter des experimentell-beschwingten Hingabe-Grooves (Sub static, Karloff, Background) zeigt hier die große Schule zwingender Musik aus seltsamen Welten mit der Ästhetik des Kontrasts in schillernder Bedeutungsvielfalt. Erwachsene „Kindermusik“ – die wirkt als würde aus den Steckdosen bunter Efeu wachsen!

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